Selfie einer Frau in einem Krankenhausbett. Sie trägt eine blaue Fleecejacke über einem Krankenhaushemd und eine runde schwarze Brille. Die Haare sind zurückgebunden, kein Make-up oder Schmuck. Sie liegt zugedeckt im Bett und blickt ruhig in die Kamera. Der Gesichtsausdruck wirkt gefasst, leicht müde, aber konzentriert. Im Hintergrund sind eine helle Krankenhauswand und Teile des Zimmers zu sehen, typische klinische Umgebung.

Krankenhaus, aber make it chaotic

· 2 Min. Lesezeit · Anna Görlitz

(oder: Wie oft man eine Patientin an einem Tag umziehen kann)

Selfie einer Frau in einem Krankenhausbett. Sie trägt eine blaue Fleecejacke über einem Krankenhaushemd und eine runde schwarze Brille. Die Haare sind zurückgebunden, kein Make-up oder Schmuck. Sie liegt zugedeckt im Bett und blickt ruhig in die Kamera. Der Gesichtsausdruck wirkt gefasst, leicht müde, aber konzentriert. Im Hintergrund sind eine helle Krankenhauswand und Teile des Zimmers zu sehen, typische klinische Umgebung.

Ich war um 7:30 Uhr einbestellt.
Zweite Patientin. Klarer Plan. Dachte ich.

Spoiler: Es gab keinen klaren Plan.

Akt 1: Kein Zimmer, kein Plan, kein Kaffee

Auf meiner vorgesehenen Station: kein Zimmer.
Also erstmal woanders hin.
„Nicht auspacken“, hieß es. „Kann sich noch ändern.“

Hat sich geändert. Mehrmals.

Zwischendurch dann doch ein Einzelzimmer.
Ich habe extra gefragt, ob ich bleiben darf.
Durfte ich. Also ausgepackt. Gefreut. Kurz entspannt.

Akt 2: Arztgespräch, Zeitverschiebung, Hunger

Dann das Arztgespräch.
Und die Information, dass andere Patient*innen vorgezogen werden.

Mein OP-Termin wanderte.
10:15 hieß es irgendwann.
Tatsächlich ging es erst kurz nach 11 los.

Ich war nüchtern. Und das sehr.

Ein Schild mit der Aufschrift „NÜCHTERN“ zu sehen, das an einer Infusionsstange hängt. Die Umgebung wirkt ruhig und klinisch.

Akt 3: OP, Zugänge und Kontrollverlust deluxe

Im OP dann der erste Zugang links.
Tat weh. Funktionierte nicht.
Zweiter Zugang rechts. Endlich brauchbar.

Narkose um 11:50 Uhr.
Licht aus.

Akt 4: Aufwachen – und Überraschung

Ich wache auf. Delulu. Noch nicht ganz da.

Und erfahre:
Ich wurde währenddessen wieder umgezogen.
Meine Sachen wurden einfach zusammengepackt.
Jetzt wieder Drei-Bett-Zimmer.

Ohne Gespräch. Ohne Nachfrage.

Das war der Moment, der wirklich genervt hat.
Nicht die Verspätung. Nicht die OP.
Sondern dieses komplette Fremdbestimmtsein.

Selfie einer Frau in einem Krankenhausbett. Sie trägt ein Krankenhaushemd und eine runde schwarze Brille. Die Haare sind zurückgebunden, kein Make-up oder Schmuck. Sie liegt leicht aufgerichtet im Bett und blickt ruhig in die Kamera. Der Gesichtsausdruck wirkt müde, aber gefasst. Im Hintergrund sind ein Kopfkissen, eine helle Wand und ein gelber Vorhang zu sehen, typische Krankenhausumgebung.

Akt 5: Medizinisch? Alles gut.

Die eigentliche Korrektur lief wie geplant.
Kleine Anpassung am Meatus, Katheter zur Heilung.

Schwellung, Druckempfindlichkeit, bisschen Blut – alles im Rahmen.
Ibuprofen reichte völlig.

Am dritten Tag:
Katheter raus. Verband ab. Duschen.
Pipi-Test bestanden. Ultraschall unauffällig.

Großer Moment.

Akt 6: Klinikalltag, aber menschlich

Nette Zimmernachbarinnen.
Thermomix-Gespräche.
Überraschend gutes Essen.

Man kann es schlechter treffen.

Finale: Ich gehe jetzt

Selfie einer Frau in einem Krankenhauszimmer kurz vor der Entlassung. Sie sitzt auf dem Bett und trägt ein orange-rot kariertes Kleid sowie eine runde schwarze Brille. Die blonden Locken sind offen und gepflegt, der Gesichtsausdruck wirkt ruhig und erleichtert. Im Hintergrund sind ein halb gepackter Koffer, Bettwäsche und ein Fenster mit gelben Vorhängen zu sehen – Anzeichen für das bevorstehende Nachhausegehen.

Ich durfte nach Hause.
Ein bisschen schade – die Menschen waren nett.
Aber daheim ist daheim.

Jetzt darf mein Körper in Ruhe heilen.
Und ich darf wieder selbst bestimmen, wo meine Sachen stehen.

Endlich.

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6 Kommentare zu “Krankenhaus, aber make it chaotic”

  1. Es wird leider immer schlimmer in den Krankenhäusern. Bis 2015 etwa war es richtig gut, und dann ging es ständig und überall bergab. Tabletten verschlampt, keine Anwendungen, die vom Arzt verschrieben wurden, und wehe, du brauchst Schlaf- oder Schmerztabletten. Keine Chance, bestenfalls Stunden später. Ich rede jetzt nicht von einer Klinik und Zufall, sondern von meinen Erfahrungen in vier Kliniken. Es ist überall so.
    Also freue dich, daß du es noch vergleichsweise glimpflich überstanden hast.

  2. Liebe Anna,
    es hätte uns mit unseren Zimmernachbarinnen schlimmer treffen können 😂.
    Wir waren ein tolles Frauenzimmer mit guten Gesprächen und spannenden Themen (auch über Thermomixrezepte 😉)

    Weiter alles Gute 🍀.

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