Kleiderständer aus hellem Holz vor einer weißen Wand. Daran hängen zwei Kleider, eines hellrosa und eines braun. Darunter stehen weiße Schuhe auf einer schwarzen Ablage. Rechts daneben eine weiße Vase mit getrocknetem Pampasgras. Über dem Bild liegt der Text „Frau sein ist kein Kostüm“.

Frau sein ist kein Kostüm.

· 1 Min. Lesezeit · Anna Görlitz

Und ich bin nicht euer Projekt.

Ein wütender, sarkastischer Weihnachts-Rant über Nähe, die ich nicht will.

Ich habe in den letzten Tagen Menschen aus meinem Umfeld entfernt.
Nicht „entfolgt“.
Nicht „stummgeschaltet“.
Entfernt. 🧹

Accounts, die gezielt meine Nähe gesucht haben,
weil sie glaubten, wir hätten etwas gemeinsam.

Haben wir nicht.

Was mich daran so wütend macht, ist nicht Existenz.
Sollen Menschen tun, was ihnen gefällt. Wirklich.
Aber hört auf, trans Frauen als Andockstelle zu benutzen.

Immer wieder dasselbe Muster:
Fetisch. Crossdressing. Rollenspiele.
Und dann der Schritt zur trans Frau –
als wären wir die nächste Eskalationsstufe einer Fantasie.

Als wäre Frau-sein ein Upgrade.
Oder schlimmer: ein Kostüm mit sozialer Legitimation. 🙄

Nein.

Ich bin eine trans Frau.
Mein Frau-sein ist keine Performance.
Kein Roleplay.
Kein Outfit für Likes.

Es ist mein Körper.
Mein Alltag.
Meine medizinische Realität.
Hormone.
Operationen.
Schmerzen.
Heilung.
Nachsorge.
Geduld.

Nichts davon ist erotisch.
Nichts davon ist spielerisch.
Und ganz sicher nichts davon ist für euer Kopfkino gedacht.

Und genau deshalb macht mich diese Nähe so aggressiv.
Weil sie nicht neutral ist.
Weil sie sich etwas nimmt.

Bestätigung.
Nähe.
Legitimation.

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