Texte

Essays, Notizen und Gedanken zu Gesellschaft, Politik und Software.

Nahaufnahme einer Frau mit blonden Locken, Brille und Kopfhörern, die ruhig in die Kamera blickt und einen Finger hebt. Oben steht: „Mythos: 10.000 € für falsche Pronomen“. Unten: „Fakt: Offenbarungsverbot + Absicht“

Nein, das SBGG macht kein Pronomen-Verbot

19. Februar 2026

In Social Media liest man immer wieder das gleiche Märchen: In Deutschland dürfe man angeblich nicht mehr „Herr“ sagen oder falsche Pronomen benutzen – sonst drohten „Verurteilungen“ oder „10.000 Euro Strafe“. Das klingt dramatisch. Es ist aber eine Vermischung mehrerer Dinge – und genau dadurch wirkt es plausibel. 1) Was das SBGG wirklich regelt Das… weiterlesen: Nein, das SBGG macht kein Pronomen-Verbot

Grafik mit unscharfem Screenshot eines Blog-Kommentars im Hintergrund. Darüber steht der Text „Kontrafaktische Weltanschauung? Ein Kommentar, den ich nicht freischalte“.

Wenn meine Existenz angeblich kontrafaktisch ist

12. Februar 2026

1. Kontext: Was passiert, wenn man dokumentiert Vor kurzem habe ich auf meinem Blog dokumentiert Blog dokumentiert, wie eine bestimmte Person – Montserrat Varela – über mich auf X schreibt: mit Misgendern, Fetisch-Zuschreibungen und Pranger-Mechanismen gegenüber meinem politischen Engagement. Der Beitrag ist sachlich, zeigt Original-Tweets, ordnet sie ein und beschreibt, warum ich diese Äußerungen als… weiterlesen: Wenn meine Existenz angeblich kontrafaktisch ist

Selfie einer blonden Frau mit lockigen Haaren und Brille. Sie trägt eine Jeansjacke und eine Kette, schaut ruhig und direkt in die Kamera. Abendliche Umgebung mit Fenster und Stadtlichtern im Hintergrund.

Dokumentation: Transfeindliche Angriffe auf X

10. Februar 2026

Ein Fallbeispiel für transfeindliche Online-Kampagnen 1. Warum ich das hier dokumentiere Seit Monaten werde ich auf X (Twitter) von verschiedenen Accounts angegriffen. Viele dieser Angriffe richten sich ganz explizit gegen mich als trans Frau: Ich werde konsequent als „Mann“ bezeichnet, mir werden sexuelle Fetische angedichtet, und mein politisches Engagement wird als Gefahr für Frauen dargestellt.… weiterlesen: Dokumentation: Transfeindliche Angriffe auf X

Sieben Personen stehen vor einer blauen Fotowand der Mittelstands-Union. Zu sehen sind sechs Männer sowie eine Frau. In der Mitte steht Markus Söder. Die Frau ist Anna Görlitz, sie hält ein Schild mit der Aufschrift „Augsburg“. Ganz links steht Michael Bernicker. Ganz rechts steht Sebastian Brehm, Landesvorsitzender der Mittelstands-Union Bayern. Die übrigen Männer sind Vertreter der Mittelstands-Union Schwaben. Alle Personen tragen formelle oder semi-formelle Kleidung und blicken in die Kamera. Es handelt sich um ein offizielles Gruppenfoto im politischen Kontext.

Akzeptanz reicht nicht, warum ich meinen Weg gehe

8. Februar 2026

Viele Menschen wundern sich, warum ich als trans Frau in der CSU aktiv bin.Manche halten das für mutig. Andere für widersprüchlich.Wieder andere reagieren mit offener Ablehnung – auch aus der queeren Community. Ich möchte erklären, warum ich diesen Weg gehe. Nicht rückblickend, sondern bewusst im Hier und Jetzt. Akzeptanz ist wichtig. Aber sie reicht nicht.… weiterlesen: Akzeptanz reicht nicht, warum ich meinen Weg gehe

Autorin Anna Görlitz während eines Krankenhausaufenthalts nach Operation

Trans Frauen: gynäkologische Nachsorge erklärt

1. Februar 2026

In den vergangenen Tagen wurde in sozialen Medien wiederholt behauptet, trans Frauen bräuchten keine gynäkologische Versorgung. Teilweise wurde dies mit dem Argument begründet, dafür sei ausschließlich die Urologie oder die Endokrinologie zuständig. Diese Aussagen sind medizinisch unzutreffend. Grund genug, das Thema nüchtern und faktenbasiert einzuordnen. Es geht dabei nicht um politische Debatten oder Identitätsfragen, sondern… weiterlesen: Trans Frauen: gynäkologische Nachsorge erklärt

Anna sitzt im weißen Sommerkleid in einem gynäkologischen Untersuchungszimmer auf einem roten Stuhl, im Hintergrund sind ein gynäkologischer Behandlungsstuhl und ein Ultraschallgerät zu sehen. Sie lächelt ruhig in die Kamera.

Warum trans Frauen zum Gynäkologen gehören

28. Januar 2026

Warum trans Frauen zum Gynäkologen gehören – und auch zum Urologen Immer wieder lese ich Aussagen, nach dem Motto:Trans Frauen hätten beim Gynäkologen „nichts verloren“, eine operierte Vagina sei nur ein „irgendwie gemachtes Loch“, zuständig seien ausschließlich Urologen oder Andrologen. Das ist nicht nur respektlos, sondern medizinisch falsch. Ich möchte einmal sauber erklären, warum trans… weiterlesen: Warum trans Frauen zum Gynäkologen gehören

Porträt einer Frau mit heller, lockiger Frisur und schwarzer Brille, die ruhig direkt in die Kamera blickt. Sie trägt eine Jeansjacke über einer hellen Bluse mit schwarzer Schleife und sitzt in einem hellen Innenraum.

Wenn Transsein eine Krankheit wäre – warum Spott trotzdem falsch ist

10. Januar 2026

Dieser Text ist kein Aktivismus und keine Empörung.Er ist ein Gedankenexperiment – und eine nüchterne Analyse eines gesellschaftlichen Widerspruchs. Medizinischer Ausgangspunkt In der ICD-10 wurde Transsein unter F64.0 als psychische Störung geführt.Mit der ICD-11 wurde diese Einordnung geändert: „Gender incongruence“ gilt heute nicht mehr als psychische Erkrankung, sondern wird außerhalb dieses Kapitels geführt. Der Grund… weiterlesen: Wenn Transsein eine Krankheit wäre – warum Spott trotzdem falsch ist

Ruhiges Porträt von Anna mit seitlichem Blick in Innenraum.

Nicht alles ist ein Kulturkampf

28. Dezember 2025

Über Dauerempörung, Lagerdenken und die Sehnsucht nach Maß. Ich habe seit Jahrzehnten kein Feuerwerk gekauft. Nicht aus Protest, nicht aus Moral, sondern weil es mir schlicht egal ist. Einmal habe ich es doch getan – für einen neuen Mitarbeiter aus Ägypten, der Anschluss brauchte. Danach nie wieder. Mein Geld ist sonst eher in Alkohol und… weiterlesen: Nicht alles ist ein Kulturkampf

Porträtfoto einer Frau mit hellblonden, lockigen Haaren und schwarzer Brille. Sie blickt direkt in die Kamera, mit ruhigem, ernstem Gesichtsausdruck. Sie trägt eine Jeansjacke über einem dunklen Oberteil sowie eine feine Halskette. Der Hintergrund ist neutral und unaufdringlich.

Warum mich das männliche Dauer-Senden ermüdet

26. Dezember 2025

Nicht alle Männer – aber ein Muster Ich schreibe das als Frau. Und nicht als Wutpost, sondern als Beobachtung. Seit einiger Zeit ermüdet mich ein bestimmter Kommunikationsstil – besonders im beruflichen Kontext, besonders online, besonders auf Plattformen wie LinkedIn. Es geht mir dabei ausdrücklich nicht um „alle Männer“. Es geht um ein männlich codiertes Muster,… weiterlesen: Warum mich das männliche Dauer-Senden ermüdet